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Kindermotorrad mit Benzinmotor

Wenn die kleinen das 4. Lebensjahr erreicht haben dann wird es Zeit das Elektro-Bike in den Keller zu verbannen und auf ein „richtiges“ Motorrad mit Benzinmotor umzusteigen.
Der Kindermotorrad Markt hält zahlreiche Modelle mit Benzinmotor bereit. Ob Pocket / Dirtbike oder Motorräder von Markenherstellern, Sie haben die Qual der Wahl. Um Ihnen diese etwas zu erleichtern haben wir uns den Markt genauer angeschaut und auch verschiedene Kindermotorräder getestet, wir geben Ihnen auf dieser Seite einen Überblick über das Ergebnis.

Welches Kindermotorrad mit Benzinmotor kaufen?

Zunächst einmal ist die Frage zu klären, was haben Sie genau vor? Soll das Kind lediglich Motorrad fahren lernen und aus Spaß an der Freude gelegentlich ein paar Runden damit drehen? Oder wollen Sie einen kleinen Rennfahrer der jedes Wochenende auf den Rennstrecken der Umgebung zu Hause ist? Für letzteres ist natürlich ein Profigerät der Marken: KTM, Husqvarna oder Yamaha nötig.

Wenn Sie zur ersten Gruppe gehören dann empfehlen wir Ihnen ein Pocket- bzw. Dirtbike. Und das sieht so aus:

Pocketbike Beispiel

Pocketbike Beispiel

Der Motor eines Pocketbike

In gängigen Pocketbikes ist ein 49 Kubikzentimeter Zweitakt Benzinmotor verbaut. Dieser wird per Seilzugstarter gestartet. Die Motoren sind einfach gebaut und mit etwas Geschick und Ahnung von der Materie auch leicht zu reparieren wenn daran etwas ein sollte.

Der Motor besitzt einen Vergaser in dem das Benzin-Luft-Gemisch aufbereitet wird.

Wichtig: Nur mit Gemisch fahren

Trotz aller Warnungen in der Bedienungsanleitung kommt es vor das im Eifer des Gefechts normales Benzin in den Tank des Pocketbikes gekippt wird!

Das funktioniert zwar, aber nur ganz kurz, denn ein Zweitaktmotor braucht ÖL im Benzin, dies nennt man Gemisch. Fertiges Gemisch gibt es an fast keiner Tankstelle mehr, das heißt also Sie müssen sich Zweitaktöl besorgen und den Kraftstoff selber mischen, wir verraten wie das geht.

Motor eines Kindermotorrades

Motor eines Kindermotorrades

Benzin Mischen

Je nach Hersteller weichen die Angaben über das benötigte Gemisch etwas ab. Unsere Empfehlung lautet: Bei einem neuen Pocketbike / Dirtbike 1:30 und wenn es ein paar Mal gelaufen ist auf 1:40 zu wechseln.

Das bedeutet das Sie auf einen Liter Benzin 33ml Zweitaktöl kippen müssen, um ein Gemisch von 1 zu 30 zu erhalten.

Wenn Sie 1:40 mischen wollen dann geben Sie 25ml auf einen Liter Benzin (Normal Bleifrei).

Starten des Kindermotorrades:

Das kann zu Beginn etwas knifflig sein, denn jede Maschine hat so Ihre Eigenarten. Zunächst suchen Sie den Hebel für den Choke. Dieser befindet sich direkt am Vergaser. Der Choke ist dafür zuständig das ein Gemisch mit mehr Benzin in den Zylinder gelangt um das Starten des Motors zu vereinfachen. Je nach Motorrad und Temperatur kann die Choke-Stellung abweichen, wenn der Motor mit Choke zu nicht anspringt öffnen Sie Ihn schrittweise.

Wenn der Motor nicht auf Anhieb anspringt geben Sie während des Startversuches ein klein wenig Gas.

Ist der Motor gestartet lassen Sie Ihn für kurze Zeit mit Choke laufen und öffnen Ihn dann vollständig.

Lieferung des Kindermotorrades

Wenn Sie sich für ein Pocketbike mit richtigem Benzinmotor entschieden haben dann wird dieses in einem erstaunlich kleinem Karton geliefert. Das liegt daran das der Lenker und die Räder meist nicht montiert sind. Das müssen Sie, laut Bedienungsanleitung, noch selbst erledigen. Wir empfehlen unbedingt das komplette Kindermotorrad noch einmal durchzuchecken, gibt es offensichtliche Beschädigungen oder sind Schrauben lose (alle Schrauben nachziehen)? Erst nach einem gründlichen Check füllen Sie das gemischte Benzin in den Tank, öffnen den Benzinhahn und starten den Motor.

 

Das Motor startet nicht

Hat das Motorrad lange gestanden und Sie bzw. das Kind hat mal wieder Lust eine Runde zu fahren? Nicht selten kommt es vor das der Motor einfach nicht anspringen will, hier eine Checkliste für mögliche Fehlerquellen:

  • Ist Benzin im Tank?
  • Ist der Benzinhahn geöffnet?
  • Ist der Killschalter / Reißleine betätigt?
  • Hat das Motorrad ein Zündschloss das auf AUS steht?

Sind diese Sachen gecheckt dann sollte Ihr nächster Versuch der Starpilot / Starterspray sein. Haben Sie keinen zur Hand geht auch Bremsenreiniger. Sprühen Sie diesen kurz auf den Luftfilter, da die meisten Kindermotorräder einen offenen Luftfilter haben ist es sehr leicht an diesen heranzukommen. Versuchen Sie direkt nach dem Einsprühen des Startersprays den Motor zu starten, häufig funktioniert das.

Hat das keinen Erfolg gebracht dann ziehen Sie den Benzinschlauch vom Vergaser ab um zu kontrollieren ob Benzin fließt.

Bringt das alles nichts dann ist wahrscheinlich der Vergaser verschmutzt. Bauen Sie diesen aus und öffnen Ihn vorsichtig. Entfernen Sie allen Schmutz, es sind meist kleinste Partikel, und pusten Sie die Ventile durch. Nach dem Zusammenbau sollte das Kindermotorrad wieder laufen.

Pocketbike / Dirtbike oder Minibike?

Die Bezeichnung der Hersteller bzw. Händler ist manchmal etwas verwirrend. Grundsätzlich ist der Benzinmotor bei allen genannten Kindermotorrädern der gleiche. Der Unterschied liegt im Aufbau der Motorräder.

Ein Pocketbike ist einer Straßenrennmaschine nachempfunden, das heißt es sind Straßenreifen und eine Verkleidung montiert.

Bei einem Dirtbike, oft auch Crossbike genannt, sind dagegen Stollenreifen fürs Gelände montiert. Auch die Federwege sind entsprechend länger so das Unebenheiten im Boden ausgeglichen werden.

Für die ersten Fahrversuche der kleinen sind meist Dirtbikes besser geeignet, die Sitzposition ist vergleichbar mit dem auf dem Fahrrad und es muss keine Asphaltierte Fläche zum Fahren sein.

Schauen Sie hier unsere Produktempfehlung genauer an: