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Das erste Kindermotorrad

Alle Motorradbegeisterten Eltern haben irgendwann den Wunsch Ihr Hobby auch dem eigenen Kind näher zu bringen. Und das ist leichter als man denkt, denn im Handel gibt es alles was Eltern und Kinder glücklich macht. Doch bevor ein Kindermotorrad gekauft wird sollten Sie einige Überlegungen anstellen damit aus Freude nicht ganz schnell Frust wird. Denn es gibt verschiedene Arten von Kindermotorrädern und auch einige Dinge die Sie im Vorfeld überlegen sollten, zum Beispiel:

  • Wo kann ich mit dem Kindermotorrad fahren?
  • Soll es ein Benzin oder Elektromodell werden?
  • Was benötige ich an Schutzausrüstung?
  • Ab welchem Alter ist ein Kindermotorrad sinnvoll?

Diese und viele weitere Fragen werden wir auf diesen Seiten klären.

Wenn die kleinen Kinder auf den Kindermaschinen Ihre Runden drehen dann sieht das für die einen besonders fesch aus, die anderen Eltern stehen kurz vor dem Herzinfarkt, besonders Mütter sind sehr besorgt. Und in der Tat spielt das Thema Sicherheit bei einem Kind auf dem Motorrad eine große Rolle, ganz genau wie auch bei Erwachsenen auf den großen Bikes. Darum ist es wichtig das Sie das Motorrad entsprechend den Fähigkeiten Ihres Kindes anpassen bzw Drosseln. Auch wichtig: Gewöhnen Sie Ihrem Kind daran das nie ohne Schutzausrüstung gefahren wird. Das mindeste ist ein Helm und Handschuhe, auf den Punkt Schutzausrüstung und Sicherheit gehen wir weiter unten näher ein.

Kindermotorrad

Kleiner Rennfahrer auf einem Kindermotorrad

Profi oder Anfängermodell?

Wie bei allen anderen Dingen gibt es auch bei den Kindermotorrädern die Qual der Wahl, entscheidet man sich für ein Markenmotorrad, zum Beispiel von KTM oder Yamaha oder greift man auf ein „Billigmodell“ zurück? Natürlich bekommt man beim Markenmodell mehr fürs Geld, die Frage ist nur ob Sie das auch brauchen? Soll Ihr Kind lediglich erst einmal probieren und herausfinden ob das Motorradfahren zu den neuen Hobbys gehören könnte oder wollen Sie einen kleinen Rennfahrer heranziehen der jedes Wochenende auf einer Rennstrecke verbringt? Für letzteren sind die Billigmodelle natürlich nicht geeignet.

Ab welchem Alter ist ein Kindermotorrad sinnvoll?

Hier gibt es keine Pauschale Aussage, denn das kommt ganz stark auf die Entwicklung und die Fähigkeiten des Kindes an. Bei Youtube sieht man 3 jährige die schon mit einer Kindercross Maschine fahren wie manch 8 jährige. Sicher ist viel Übung dabei, aber diesen Kindern wurde das Motorradfahren, bzw. die motorischen Fähigkeiten dazu einfach in die Wiege gelegt.

Sie kennen Ihr Kind am besten und könne somit am besten einschätzen ob es schon bereit ist für ein „richtiges Kindermotorrad„. Generell finden wir allerdings das Sie warten sollten bis Ihr Kind mindestens 4 Jahre alt ist, erst dann hat es die nötigen Fähigkeiten die zum Motorradfahren notwendig sind.

Aber auf den Fahrspaß muss vorher natürlich nicht verzichtet werden, ein guter Einstieg für einjährige ist ein Motorrad-Laufrad. Das ist ein Laufrad in cooler Motorrad Optik. Bei manchen Kindern zeichnet sich schon auf dem Laufrad ab das es einen guten Gleichgewichtsinn besitzt, das ist eine gute Voraussetzung für das spätere Kindermotorrad.

Kindermotorrad für 2 bis 4 jährige

Die nächste Stufe zum „richtigen“ Motorrad sind die Elektro-Kindermotorräder mit drei Rädern. Diese sind dem Alter entsprechend als Polizei oder Feuerwehrmotorrad gestaltet und besitzen allerlei Blinklichter, Hupen und Sirenen die von den kleinen bedient werden können. Auf den Trittbrettern ist ein großes Pedal was das Motorrad in Bewegung setzt.

Diese Elektro-Motorräder fahren natürlich ganz langsam, ca 2 bis 3Km/h, das entspricht ungefähr Schrittgeschwindigkeit. Das ist für den Einstieg sehr gut geeignet da die Kinder so in Ruhe ein Gefühl dafür bekommen wie die Lenkung funktioniert.

In den kleinen Elektromotorrädern sind Akkus verbaut die die Elektromotoren antreiben, diese Akkus können problemlos an der Steckdose mit dem dazugehörigen Ladekabel aufgeladen werden.

Ein weiterer Vorteil der Elektromodelle für die ganz kleinen ist das Sie in der Wohnung gefahren werden könne, vorausgesetzt natürlich das diese genügend Platz dazu bietet.

Elektro Kindermotorrad

Elektro Kindermotorrad

Das erste richtige Kindermotorrad

Ab 4 Jahren kann es losgehen, nun kann die Wahl beginnen. Die meisten Eltern wählen zu Beginn zwischen einem Pocket Bike, Dirt Bike oder einem E-Bike.

Mittlerweile ist die Auswahl riesengroß, noch vor wenigen Jahren war der Markt an Einsteigermotorrädern sehr überschaubar, es gab die beliebte Yamaha PW 50 und die Honda QR 50.
Das hat sich mittlerweile zum Glück geändert, zahlreiche Hersteller wie KTM, Husqvarna und Yamaha buhlen mit 50ccm Kindermotorrädern um Kunden. Allerdings haben diese Ihren Preis, bei neuen Modellen müssen Sie mit rund 2000 Euro rechnen, gebraucht sieht das ganze nicht viel besser aus, diese Modelle der Markenhersteller sind sehr wertstabil.

Wenn das zuviel Geld ist und Sie auch keine kleinen Rennfahrer ausbilden möchten dann sind die China-Motorräder als Einstieg empfehlenswert. Diese unterscheiden sich in:

Pocket Bikes

Pocket Bikes sind kleine Rennmaschinen, Sie haben einen 50 Kubik Zweitaktmotor und haben eine echte Verkleidung, ganz wie eine große Rennmaschine. Für den Betrieb ist es nötig das Sie Benzin mit Zweitakt-Öl mischen. Die Federung beiden Pocket Bikes ist sehr gering und wirklich nur für ebene Asphaltflächen zu empfehlen.

Dirtbikes / Crossbikes

Dirtbikes besitzen denselben 50ccm Zweitaktmotor wie Pocket Bikes, der große Unterschied ist allerdings die Federung, diese ist Geländegängig und mit entsprechend langen Federwegen ausgestattet. Also Motocross Maschinen in klein, mit diesen kann auf Feldwegen und unbefestigten Parkplätzen geübt werden. Es sind auch kleinere Ausflüge in Pfützen und Schlamm möglich, das macht natürlich den Kindern besonders Spaß.

Das Kindermotorrad drosseln

Die kleinen Renner, egal ob Pocket oder Dirtbike haben einen 50ccm Benzinmotor der die kleinen Motorräder auf ca. 60 Km/h beschleunigt (abhängig vom Gewicht), das ist für Anfänger natürlich viel zu schnell, daher gibt es verschiedene Möglichkeiten die Kindermotorräder zu drosseln. Die einfachste Möglichkeit dabei ist über den Gasgriff. Dieser wird einfach begrenzt so dass die Kinder nur so viel Gas geben können wie Sie es einstellen. Aber bedenken Sie das Motorradfahren mit Schrittgeschwindigkeit nicht funktioniert.

Schutzausrüstung für Kinder

Kindermotorrad in Aktion

Kindermotorrad in Aktion

Genau wie bei den großen ist auch eine Schutzausrüstung bei Kindern wichtig. Die beginnt mit einem Sturzhelm für Kinder, diesen bekommen Sie ab ca. 40 Euro. Wichtig außerdem eine Protektorenjacke bzw. ein Brustpanzer (Körperpanzer) diese hat den wichtigen Rückenprotektor integriert und schützt außerdem den Schulter- und Brustbereich.
Knieschoner und festes Schuhwerk sind außerdem wichtig um bei Stürzen, die nicht ausbleiben werden, gut geschützt zu sein.

So ausgerüstet kann es losgehen, unternehmen Sie die ersten Fahrübungen mit Ihrem Kind. Doch dabei stellt sich schon die nächste Frage:

Wo kann man mit dem Kindermotorrad fahren?

Einen geeigneten Platz zu finden um mit dem Kindermotorrad zu fahren kann sich schwieriger gestalten als man denkt. Denn öffentlicher Verkehrsraum ist damit natürlich tabu. Auch Sonntags auf dem leeren Parkplatz des Supermarktes ist verboten. Ideal ist natürlich wenn Sie über ausreichend Privatgrundstück verfügen auf dem die Kinder fahren können.

Wenn dieser nicht vorhanden ist dann überlegen Sie zunächst wer unter Ihren Freunden geeignete Flächen hat wo das Kind die ersten Fahrversuche unternehmen kann. Ein großer Bauernhof auf dem Land bietet meist geeignete Flächen dazu.

Sie können sich auch auf die Suche begeben welche Motocross- oder Motorsportvereine in Ihrer Nähe sind. Häufig freuen sich diese über Nachwuchs und haben geeignete Strecken und Plätze auf denen auch die kleinsten mit dem Motorrad Trainiere, bzw. die ersten Fahrübungen absolvieren können.